Jugendliga 2. Spieltag am 27. November

von Robert Fedler

Der Kampf gegen Bad Vilbel begann dramatisch: Aufgrund von ein paar Verspätungsproblemen war ein sehr engagierter Sprint unserer Mannschaft nötig, um die S-Bahn zu erreichen. Unsere Mannschaft, das waren an diesem schönen Samstag Konstantinos, Luca, Umut, Felix und David. In den beiden Spielen wurden Felix und David abwechselnd eingesetzt und, hier kann man beginnen, beiden gewannen an Brett vier souverän. Felix fand sich in einer taktisch sehr anspruchsvollen Eröffnung gut wieder und parierte einige Drohungen stark. Leider geriet dann sein Gegner knapp in Vorteil. Dieser wuchs auf mehrere Bauern, bis Felix zum Gegenangriff kam. Hier stellte er mehrere Drohungen auf, wobei in wiederum komplexer Situation keiner der Spieler die besten Züge fand. Am Ende konnte Felix sich dann ein schickes Matt und damit den Punkt sichern.

k-Jugendliga_27.11.21

Umut war in der ersten Runde sogar noch schneller. An Brett drei konnte er, kaum im Mittelspiel angekommen, mit einer schönen Taktik zweizügig eine Dame und dadurch das Spiel gewinnen. Die zweite Runde war leider auch eher schnell vorbei: Wo er ganz solide aus der Eröffnung kam, schnappte er sich einmal zu gierig einen Bauern. Der Gegner konnte das ausnutzen, da so Dame und Läufer auf der gleichen Linie standen und als die Dame angegriffen wurde, war der Läufer dahinter nicht mehr zu retten. Daraufhin fehlte Material und bald darauf war alle Hoffnung verloren.

Luca wiederum hielt sich genau wie Konstantinos in der ersten Partie lange gut, bis es im Endspiel den Bach runterging. Luca ging irgendwann eine Leichtfigur flöten, bei Konstantinos war es das Eindringen der gegnerischen Türme auf die eigene siebte Reihe.

So endete das Hinspiel 2:2. Im Rückspiel stand es, wie oben beschrieben, schnell 1:1. Das lag neben Umuts Niederlage daran, dass David in einer sehenswerten Partie die Initiative bekam und schnell eine Qualität gewinnen konnte. Danach gab er zwar die Qualität wieder zurück (diese Springergabeln aber auch!). Sein zweimaliges Angebot einer erneuten Springergabel, diesmal hätte sie seine Dame gekostet, lehnte der Gegner aber ab. Auch eine Fesselung sah Davids Gegner nicht, sonst hätte es auch da einen Qualitätsverlust gegeben. Dann drehte David richtig auf und ließ ein Offensivfeuerwerk los. Einziger Kritikpunkt: Sein bereits sehr schönes Matt hätte man sechs Züge langsamer, dafür deutlich ästhetischer spielen können!

Diesmal stand Konstantinos ausgeglichen und Luca deutlich besser, ein Sieg schien in Reichweite. Leider verlor Konstantinos dann ein Endspiel mit je zwei Damen auf dem Brett, weil er wohl einen Zwischenzug nicht gesehen hatte und damit in ein Matt gelaufen ist.

Gleichzeitig konnte Luca sein Endspiel sicher nach Hause bringen und so haben wir ein 2:2 in beiden Spielen.

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