8. Siegfried-Weber-Gedächtnisturnier

Ein Bericht von Robert Fedler

Am Freitag, den 15.11., machte sich eine starke Truppe auf, das Siegfried-Weber-Turnier mitzuspielen. Dieses wird jedes Jahr von unseren Fechenheimer Freunden ausgerichtet und ist eine feste Säule in unserem Turnierkalender. Es richtet sich an alle Spieler, die nicht höher als Bezirksoberliga gemeldet sind.

In der Aufstellung Dominik, Robert, Euli, Oli, Aleks und Siddik waren wir bereit, Großes zu erreichen.

Hier muss zuerst einmal Siddik gedankt werden, der zwei Stunden vorher erst von seinem Glück erfuhr und dann direkt zusagte, den erkrankten Hendrik zu ersetzen. Brett zwei verdankte ich einem Würfelwurf, durch den Euli und ich entschieden, wer das Privileg genießen sollte, neben Dominik sitzen zu dürfen.

Hier war die Welt noch in Ordnung: Während die stärksten anwesenden Glatzen blitzen, sitzen wir anderen gut gelaunt daneben.

Nominell waren wir irgendwo im hinteren Mittelfeld gesetzt, was bei sechs Teams ein Euphemismus für Platz fünf ist. Real gesehen waren wir natürlich deutlich stärker und nahmen unsere Favoritenrolle in Runde eins gegen den späteren Zweitplatzierten Bad Nauheim an. Bei nur einer Niederlage setzten wir uns 3 ½ : 2 ½ durch, angeführt von einem überragenden Sieg unseres Flaggschiffs an Brett 1.

Dominik, der im Auto bereits verkündete, es gebe an Brett 1 „auch starke Gegner“, ließ auch in Runde zwei lange Zeit nichts anbrennen. Ich hatte bereits Hendrik geschrieben, Dominik würde seine Prophezeiung einer absoluten Verheerung der Gegner wahr werden lassen, da blickte ich auf sein Brett und merkte, dass ein Turm fehlte. Leider reichte es damit trotz Eulis Remis und Olis Sieg nur zu 1 ½ Punkten gegen Neuberg. Dieses Ergebnis wiederholte sich die beiden Folgespiele gegen Bischofsheim und Bad Homburg.

Gegen Bischofsheim muss ich eingestehen, eine Partie mit zwei Mehrbauern und einer Leichtfigur mehr eingestellt zu haben und zwar sehr aufwändig. Wo ein schlechter Zug nicht reicht, bedarf es der Konsequenz über einen längeren Zeitraum.

Im letzten Spiel kamen wir dann gegen Fechenheim noch einmal ganz nah an den Sieg, denn Euli und ich punkteten souverän, nachdem Siddik rekordverdächtig schnell remisierte. Leider gab das schon eine Weile gesunkene Flaggschiff Dominik auch die vierte Runde am Stück ab und da Oli am Ende auch nichts holen konnte, verloren wir 2 ½ zu 3 ½ gegen Fechenheim. Damit landeten wir auf einem abgeschlagenen letzten Platz

Näher sollten wir den Preisen (s. Hintergrund) leider heute nicht kommen

Euli kommentierte das Turnier gewohnt humorvoll: Er drückte Dominik einen Würfel in die Hand und sagte, beim nächsten Mal solle dieser ihn mitbringen zum Auswürfeln der Bretter. Leider kann ich das genaue Zitat nicht mehr wiedergeben, aber an Brett 1 wollte Euli ihn definitiv nicht mehr sehen nach der Leistung.

Während wir alle zwar weiterhin gut gelaunt, aber ob des Ergebnisses doch auch etwas unzufrieden, der Siegerehrung beiwohnten, gab es ein letztes Ereignis. Ich wurde für den zweiten Brettpreis an Brett 2 aufgerufen. Leider stellte sich, als ich gerade meine überraschten Krallen in das letzte verbliebene Buch unter den Preisen schlug, heraus, dass ein Anderer einen halben Punkt mehr hatte. Damit bleibe ich zwar bei uns Top-Performer, aber das Buch war weg und ich ging am Ende mit einem Wein heim.

Abschließend von mir ein riesiger Dank an Siddik für sein Einspringen und das würdige Vertreten von Hendrik, das durch mehrere Remispartien erreicht wurde. Allgemein würde ich festhalten, wir waren eine unglaublich tolle Truppe und alles hat riesigen Spaß gemacht, nur die Ergebnisse nicht. Aber für nächstes Jahr gibt es bereits verschiedene Ideen, das zu ändern. So munkelt man, wir würden ein paar Spieler der ersten Mannschaft in der BOL einsetzen, um damit ihren Einsatz bei diesem Turnier zu ermöglichen. Der Ansatz, mehr zu trainieren, fand weniger Anklang.

Nächster Beitrag Vorheriger Beitrag