Hessenpokal: Ohne Peter

von Michael Medvedovski

Nach einem überzeugenden Sieg gegen Marburg ging es im Viertelfinale nun gegen die nächste Oberligamannschaft, die diesmal SK Gernsheim hieß.

Bei uns rückten diesmal Thomas und Michael für die beiden Peters nach, nur eine bedingte Schwächung also. Glücklicherweise waren unsere Gegner auch nicht in Bestbesetzung, konnten aber, genauso wie wir, einen Titelträger (FM Müller) vorweisen.

Die Gernsheimer stellten taktisch auf und so bekam ich an Brett 3 den Gegner mit der niedrigsten DWZ zu spüren. Nach 1. e4 e6 2.Sc3 d5 3.e4 dxe4 kam ich aus der Eröffnung in eine komfortable Stellung und nutzte die schlecht platzierten Figuren meines Gegners aus um Material zu gewinnen, was den Gegner zur Aufgabe bewog.

So war ich als erster fertig und hatte genug Zeit um das präzise Spiel von Thomas und die Ruinen von Jerome zu bewundern.

Dieser kam zunächst unbeschadet gegen FM Müller aus der Eröffnung, aber fand sich in Struktur mit hängenden Bauern wieder und konnte ab einem bestimmten Zeitpunkt keine „guten Züge mehr finden“ und wurde schließlich von seinem favorisiertem Widersacher überspielt.

Thomas an Brett 4 sah sich mit einer Lücke in seinem Weißrepertoire konfrontiert, wählte aber trotzdem eine gute Fortsetzung und kam in ein Endspiel mit guten Aussichten auf Gewinn.

Als er eine Fesselung des gegnerischen Bauern auf e6 nutzte, um seinen Turm von d1 über d5 nach h4 zu manövrieren, sah ich den Mannschaftssieg schon zum Greifen nah. Nach einer Lehrstunde in Figurenaktivität musste so sein Gegner die Waffen strecken, als dieser mit der Wahl zwischen Figurenverlust und Matt konfrontiert wurde.

Sven, welcher als einziger noch spielte, remisierte kurz darauf „langweilig“.

Damit siegten wir mit 2.5 zu 1.5 und stehen im Halbfinale gegen den Giganten aus Heusenstamm.

Nächster Beitrag Vorheriger Beitrag