Hessenliga
Freibauer Mörlenbach-Birkenau I – FTV 1860 I 3:5
von Ludger Brüggemann und Amir Rezazadeh
Bericht zum Spiel inkl. Stellungsanalysen
Bezirksliga
Fechenheim I - FTV 1860 III 1:7
von Robert Fedler
Einstand nach Maß!
Ab und an liest man von Personen des öffentlichen Lebens, die in dubiosen WhatsApp-Gruppen sind oder waren und deren Karriere daran zerbricht. So eine Befürchtung hegte auch der Autor dieser Zeilen, als ihn eine gewisse Maria G. der „Sieger Bezirksliga Frankfurt“-Gruppe hinzufügte.
Schon am ersten Spieltag sollte dieser Name einen ersten Härtetest erleben, denn es ging zu unseren Freunden aus Fechenheim. Diese waren gerade erst in die Bezirksliga abgestiegen. Da zu deren prestigeträchtigem Gedenkturnier nur Spieler erlaubt sind, die maximal so hoch spielen wie Fechenheim selbst, war unsere Bezirksligamannschaft nur mit (auch menschlichen) Granaten gespickt.
Baos Karriere in der Mannschaft endete früh, denn seine unentschuldigte Abwesenheit kostete nicht nur Maria echt Nerven, sondern auch uns einen Punkt. Immerhin fehlte auch ein Fechenheimer, sodass Thomas Punkt 15 Uhr auf 1:1 stellen konnte.
Frohe Kunde vorab: Eine am Brett abgegebene Partie sollte nicht dazukommen. Wie erwartet, waren wir hinten überall favorisiert.
So konnte Oli, mit dem ich schon 2014/15 in der Kreisklasse an der Seite seines Sohnes (der heute wie wir nicht mehr in der Kreisklasse spielt) triumphieren durfte, einen Materialvorteil aus dem frühen Mittelspiel in einen Punkt verwandeln. Es wirkte auf mich teils nicht so konsequent verwandelt wie herausgespielt, aber man muss ja auch nicht schon am ersten Spieltag das ganze Pulver verschießen. Auch neben ihm gab es Ruhm und Ehre. Jan konnte ebenfalls relativ früh in eine druckvolle Position kommen, die er erfolgreich ummünzte.
Timo war an Brett vier nicht nur akten- sondern auch stellungskundig. Erst sah alles bei ihm normal aus, doch auf einmal waren gefühlt bei beiden Spielern alle Leichtfiguren gleichzeitig angegriffen und nur die wenigsten adäquat. Die taktischen Verwicklungen hatte er vermutlich vorher berechnet, sodass er reich an Material und wenig später mit Punkt den Fall abschließen konnte.
Diana an eins schien mir früh komfortabel zu stehen. Irgendwann gesellte sich dazu ein Bäuerlein und ab da verwandelte sie souverän. Stichwort souverän: An Brett zwei lieferte sich Maria eine wahre Schlammschlacht inklusive wohlgeplantem Damenopfer. Diese mir obskur vorkommende Stellung kam mir doch arg schlecht vor. Taktisch als wahrer Fuchs ausgezeichnet, konnte sie in der Zeitnot des Gegners dann doch recht zügig zu einem Punkt kommen und stellte auf 6:1. Und ich? Spielte erstmals in meinem Leben am längsten in der Mannschaft. Das lag allerdings auch an meinem Gegner, der nach der Eröffnung auf Verlust stand und von unseren über 60 Zügen etwa 40 mit einer Qualität weniger und ohne Kompensation Widerstand leistete.
Als kleiner Ausblick: Im Volleyball lernte ich bei Auswechslungen letzte Woche den Schlachtruf „Maschine raus, Maschine rein!“. Frei nach diesem Motto hoffe ich, dass die Deborah-Maschine, die die Bao-Maschine ersetzen wird, über eine funktionierende Uhr und Navigations-App verfügt (oder einfach Maria nachläuft) 😉