Hessenliga
Frankfurter TV I - Wiesbaden II 5,5:2,5
von Ludger Brüggemann
1) Hans (s) 1:0
2) Markus 1:0
3) Sven 1:0
4) Murat 1:0
5) Michi -:+
6) Ludger 1:0
7) Gerardo remis
8) Alexander 0:1
Der Mannschaftskampf begann mit einer kleinen Parallele zum letzten Spiel gegen BvK: wieder blieb bei uns ein Brett zum Spielbeginn frei. Aber im Gegensatz zu Gerardo, der ja nur das Spiellokal verwechselt hatte, hat Michi leider den Termin komplett vergessen, so dass es schon um 15h 0:1 stand. Diese Schlappe wurde zum Glück im weiteren Spielverlauf mehr als wett gemacht.
Relativ schnell gab es ein Remis von Gerardo, an dessen Brett nach durchaus dynamischem Verlauf sich beide Seiten neutralisierten. Dann war ich als Mannschaftsführer gefordert, denn Murat hatte ein Remisangebot bekommen. Ich hatte das Gefühl, dass Murat in der zweischneidigen sizilianischen Stellung die besseren Karten hatte und sein Gegner sich nicht sehr wohl fühlte, und so gab ich Murat die Weisung weiterzuspielen. Bald darauf ließ er sein Läuferpaar glänzen, eroberte die Qualität und fuhr den Punkt sicher heim.
An den restlichen Brettern bekamen wir langsam Vorteile, bei Hans und Sven kam noch gegnerische Zeitknappheit hinzu. Leider übersah Alexander in aussichtsreicher Stellung ein gegnerisches Zwischenschach und stellte eine Figur ein. Doch danach ging es nur noch bergauf. Mein Gegner spielte nach der Eröffnung recht passiv und musste schon im 24. Zug seine Dame gegen zwei Figuren geben. Mit seinem verbliebenen Läuferpaar hoffte er, eine Festung bauen zu können. Weil ich mich nicht besonders geschickt bei der Verwertung meines Vorteils anstellte, wäre es ihm auch fast gelungen. Doch dann konnte ich mit meiner Dame in seine Stellung eindringen und unter Qualitätsopfer seine Festung zerlegen. In der Zwischenzeit hatte Markus seinen erfahrenen Gegner überspielt und einen überzeugenden Sieg eingefahren.
Und Hans musste sich nicht mehr mühen seine gute Stellung zu gewinnen, denn sein Gegner überschritt in aller Seelenruhe die Zeit, weil er glaubte, schon 40 Züge hinter sich zu haben. Er hatte aber fehlerhaft mitgeschrieben und auf seinem Formular den 20. Zug übersprungen. Damit hatten wir 4,5 Punkte und den Mannschaftskampf schon gewonnen.
So konnte Sven ganz ohne Druck sein vorteilhaftes Endspiel nach Hause schieben. Er hatte die Qualität geopfert und dafür einige Bauern eingesackt, musste allerdings eine kurze Schrecksekunde überstehen, als er nach einem unaufmerksamen Zug plötzlich sah, dass sein Gegner einen Turm opfern konnte und dann Svens unbeholfener Springer den Freibauern nicht mehr hätte aufhalten können. Doch diese Chance ließ der Wiesbadener verstreichen, und kurze Zeit später standen die schwarzen Freibauern vor der Verwandlung.
Nun stehen wir nach drei Runden alleine an der Tabellenspitze. In der nächsten Runde geht es nach Eppstein, mal sehen ob wir unsere Spitzenposition da festigen können.