Hessenliga

SC Brett vorm Kopp I - FTV I 6:2

von Ludger Brüggemann

Sven (w) 0:1
Ludger (s) 0:1
Markus (w) 0:1
Gerardo (s) 0:1
Marc (w) +-
Ingo (s) remis
Jan (w) 0:1
Grover (s) remis

Dieser Spieltag fing für mich persönlich schon mit schlechten Vorzeichen an: Knapp eine Stunde vor Spielbeginn ereilte mich ein Hexenschuss.
Ich konnte noch telefonisch die Mannschaftsführung delegieren und schleppte mich dann zum Spiellokal, wo ich mit einigen Minuten Verspätung ankam und nicht wusste, ob ich lieber sitzen oder stehen soll. Auf dem Bauch liegend zu spielen wie damals Anthony Miles kam für mich aber nicht in Frage.

Meine Ausflüge durch den Turniersaal hielten sich in Grenzen, so dass ich von den anderen Partien nicht so viel mitbekam.
Nach einer Stunde gingen wir an Brett 5 in Führung, denn Marcs Gegner war nicht erschienen.

Und auch an meinem Brett fing es sehr positiv an. Vielleicht hatte mein Gegner ja Mitleid mit mir. Zumindest misshandelte er die Eröffnung derart gründlich, dass ich mir schon Hoffnung auf einen schnellen Sieg machte. Allerdings waren wir beide ziemlich schachblind: Ich sah eine Abwicklung mit großem Vorteil, aber den relativ einfachen Zug, der die Partie vermutlich sofort entschieden hätte, übersah ich deshalb.
Zu allem Überfluss ließ ich die Öffnung des Damenflügels zu, zwar immer noch laut Fritz mit großem Vorteil, aber jetzt gab es Fallstricke und Fußangeln, in denen ich mich verhedderte. So ging meine Partie doch noch den Bach runter.

Der Rest ist schnell erzählt: Gerardo hatte einen Bauern gegeben für aktives Gegenspiel, was aber nicht zum Ausgleich reichte. Jan und Markus mussten sich nach Bauernverlusten auch geschlagen geben. Nur Ingo konnte mit einem erkämpften Remis etwas Zählbares beisteuern.

Zum Schluss, als der Mannschaftskampf schon verloren war, kämpften noch Sven und Grover um volle Punkte.
Leider drehte sich auch bei Sven in der Schlussphase die Partie. Er hatte im Angriff die Qualität geopfert, dabei ein paar Bauern eingesackt und zusätzlich den schwarzen König übers halbe Feld gejagt. Das sah sehr vorteilhaft aus. Aber irgendwo gab es durch Svens Zeitknappheit einen Wendepunkt, als plötzlich sein König ins Visier der schwarzen Schwerfiguren kam und entscheidender Materialverlust die Folge war.
Grover kämpfte noch in einem Turmendspiel um den vollen Punkt, musste sich aber doch ins Remis fügen.

Fazit: Die Niederlage sieht deutlich aus, durch die zwei gedrehten Partien an den ersten Brettern hätte es aber auch ganz anders ausgehen können.

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