von Robert Fedler
In guter Tradition und noch besserer Laune ging es gestern abend zum jährlichen Schachkegeln.
Für die, die es nicht kennen: Wir spielen sieben Runden. Dabei wird vor jeder Runde erst gekegelt. Je nach Differenz nach zwei Würfen gibt es für das folgende Blitzschach besondere Regeln. 13 Spieler fanden den Weg in den Verein, wobei ab der zweiten Mannschaft eine recht breite Spielstärkemischung vorhanden war. Nominell favorisiert waren Diana und Jan. Diese Favoriten wurden allerdings in Runde 1 und 2 überraschend geschlagen.
Für Verwirrung sorgte mehrfach das Spielerinnenduo Mari und Maria, wo gerne mal die eine der anderen den Gegner wegnehmen wollte, bis geklärt werden konnte, wie die Paarungen wirklich sind. Auch ein Blick auf den Endstand bleibt durch die beiden schwierig, da sie sich einfach nebeneinander in der Tabelle niedergelaßen haben. Maria als Zweite hatte mit 5,5 Punkten allerdings 1 ½ Punkte mehr als die drittplatzierte Mari, die dafür eine Runde weniger gespielt hat. Der Schreiber dieser Zeilen wurde mit 7/7 Punkten Erster. Dabei gab es glorreichere Momente wie ein geniales Springeropfer gegen Hendrik, dass Robert genau so geplant hatte oder eine hochspektakuläre und schwer zu rechnende Gabel, mit der er seine Angstgegnerin Maria besiegen konnte. Vielleicht weniger ruhmreich war der Sieg gegen Diana oder Alex, wo er einmal in maximal uneleganter Weise auf Zeit gewann und das andere Mal komplett platt stand.
Weitere Geschehnisse: Im familieninternen Duell konnte sich Stefan knapp vor Dusko durchsetzen. Direkter Vergleich und 2 Punkte Buchholz sind eindeutig! Hier zeigte sich auch, dass ein Aufwärmen und Einwerfen auf der Kegelbahn nicht nötig sind. Thema Plätze: Platz 3 bis 7 hatten alle vier Punkte. Da merkt man erst, was ein Buchholz-Wert wert ist.
Unser großer Vorsitzender zeigte sich darüber hinaus wieder als Mann der Tat: Nicht nur brachte er die Meinung des Volkes zum Ausdruck, als er dafür plädierte, ab kommender Auflage das Spiel über die Bande zu verbieten. Auch entfernte er die Seile, unter denen abgeworfen muss, kurzerhand. Freier Wurf für freie Spieler und so.
Auch in Abwesenheit von Dominik kam die Storch-Kibitzregel wieder zum Einsatz: Wer mit sechs Punkten Vorsprung beim Kegeln gewann, durfte den Gegner einmalig zwingen, einen Kibitz seinen Zug ausführen zu lassen. Dieser wurde natürlich für maximale Verwirrung mit geschlossenen Augen ein paarmal im Kreis gedreht und hatte dann nur drei Sekunden Zeit, einen Zug zu wählen. Die beiden Stefans sind dieser Aufgabe gewohnt stark nachgekommen.
Dass es insgesamt nur zwei Remis gab, zeigt wieder einmal den Kampfgeist in unserem wundervollen Verein. Dieser hat sich auch darin gezeigt, dass wir mit ordentlich Karacho auf die Bahn geworfen haben. Eventuell durch uns nötig gewordene Renovierungsarbeiten tun uns natürlich leid 😉
Die Regelreformkommission bestehend aus.. mir… hat sich bereits entschieden, bis zu der nächsten Auflage Änderungen vorzunehmen. Vermutlich werden diese wieder ungerecht ausfallen und der Fokus wird auf einer lustigeren, statt einer faireren Angelegenheit liegen. Beschwerden sind an mich zu richten, werden aber vermutlich ignoriert.
Eine gute Nachricht gibt es übrigens. Aufgrund der überwältigend positiven Resonanz wird 2025 das erste Jahr, in dem es eine zweite Auflage gibt. Wir sehen uns im Herbst!
Bis dahin die Endtabelle und ein paar Impressionen, unter anderem das Porträt „Sieger mit Bestecktrophäe“, dem obligatorischen Gruppenbild und Marias zweitem Äppler: